Humor ist, wenn man trotzdem lacht.

Dies ist stets unsere Devise gewesen, bis heute. Unseren Humor muss man nicht verstehen, tut auch niemand. Wir sind ironisch und sarkastisch, und das in allen Lebenslagen. Das Schicksal hat es nicht immer gut mit uns gemeint, aber wir stellen uns ihm lachend entgegen. „Sie her Schicksal, du machst uns nicht kaputt!“

In unserem Leben gab es nie nur uns zwei. Wir haben einen gemeinsamen großen Bruder, mit dem wir leider nicht all zu viel Zeit verbringen. Warum? Das können wir uns auch nicht erklären. Zu dritt wären wir humoristisch vollkommen, so sind und bleiben wir: Die zwei lustigen Drei. Vollkommen sind wir deshalb trotzdem…. eben manchmal vollkommen daneben.

Wenn ich also unser beider Leben so betrachte, sind diese sich ziemlich ähnlich und doch so verschieden. Das kommt daher, dass wir dem anderen einen Platz in unserem Leben geschaffen haben, um ihn daran teilhaben zu lassen, und doch jeder seine eigenen Erfahrungen macht.

Während ich zum Beispiel seit nunmehr 15 Jahren gerade zweimal in eine jeweils größere Wohnung gewandert bin (und auch nur wegen wachsender Kinderzahl) ist Lotta ein Meister im Umziehen, und ich meine damit nicht, dass sie ständig ihre Klamotten tauscht. Nein, sie hat es innerhalb der letzten 7 Jahre geschafft 7 mal umzuziehen, sich einen neue Wohnung zu suchen. Gut, das erste Mal ist sie zurück in die Heimat gekommen, da braucht man eben auch mal eine neue Bleibe.  Unter einer Brücke zu schlafen, war, so glaube ich,  noch nie ihr Traum gewesen. Als sich dann auch bei ihr Nachwuchs ankündigte, zog sie das zweite Mal um. Eine sehr schöne Wohnung, wie ich fand. Zwar kleine,aber niedliche Räume, eine Terasse, furchtbar schmale, steile Treppen (aber wer wohnt schon im Flur). Als unser Vater dann vor 5 Jahren starb, siedelte sie samt Familie ins Elternhaus um.  Eigentlich ein ganz niedliches Haus mit viel Grün drumrum für die lieben Kleinen. Doch so richtig wohl fühlte sie sich da wohl nicht, also wanderte sie in die dritte Wohnung. Ein Traum: große Räume, hohe Decken, ein uralter schöner Ofen, kalte Flure, undichte Eingangstüren und partywütige Nachbarn, die schonmal des Nachts die falsche Tür nahmen und im Schlafzimmer meiner Schwester standen. Kurzum – ein Traum. Alptraum! Neue Wohnung – neues Glück. Diesmal traf sie auf zwei Schwestern, welche ihre neuen Vermieter werden sollten. Sie besaßen ein wunderschönes, kleines Häuschen mit genug Gartenland, für den Anbau von Obst und Gemüse, aber auch für die Freizeitgestaltung ihrer Jungs. Die Schwestern würden sie so an uns erinnern, hat sie damals gesagt, aber nicht lange daran geglaubt. Denn schon war der Mietvertrag unterschrieben, ging der Ärger los. Ich hoffe sie erzählt diese Geschichten irgendwann einmal etwas ausführlicher. Sie schaute sich also erneut nach einer neuen Bleibe um, und traf wieder so einen tollen Menschen, der nur auf sie gewartet hatte, die Wohnung nach ihren Wünschen zu gestalten. Eine Wohnung, in einem Haus, wo Nachbarschaftshilfe noch groß geschrieben wurde. Okay, Lotta hatte wieder ihre rosa-rote-ich-zieh-in-eine-neue-Wohnung-Brille auf. Aber auch hier blieb sie nicht lange. Aber nun kommt`s. Das siebte Mal nahm sie sich wieder die Wohnung, in die sie gezogen war, weil sich damals der Nachwuchs angekündigt hatte. Die Bleibe mit der schönen Terrasse, den kleinen, niedlichen Räumen und der furchtbar schmalen, steilen Treppe. Sie ging quasi „back to the roots“ . Ich glaube, ihre Kinder fragen dann und wann schon mal: „Mama, wann ziehen wir eigentlich mal wieder um?“. Für die ist es ja auch jedesmal ein großes Abenteuer. Ich hingegen glaube ja, sie will sich nur jedesmal richtig ausmisten …hahaha … wer renoviert auch schon gerne eine Wohnung, in der Möbel stehen. Wer räumt schon gerne von einem in das andere Zimmer, wo man doch auch gleich alles in Kartons packen und in frisch geweißte 4 Wände tun kann. 😀 Das ist meine Lotta. Dagegen bin ich ja wohl völlig spießig und langweilig. Meine Kinder kennen tatsächlich seit ihrer Geburt dieselben Nachbarn.

Wann immer wir zwei aufeinander treffen, wird es für uns ein lustiger Tag. Für alle anderen, glaube ich, eher der Tag, an dem sie aufhören uns gedanklich zu folgen. Wir können verschieden Sache bis ins kleinste Detail diskutieren und weiterentwickeln, unsere eigenen Kreationen erschaffen. Anstehende Probleme werden dabei auch oft diskutiert, auf unsere Weise. Ich glaube, dass ist der Weg uns damit auseinander zu setzen. So erschufen wir eines Tages Hans-Peter Schneider. Ausgehend für diese Entwicklung, war die Suche  von einem bekanntem Prominenten nach einer Frau. Ich kam auf die Idee, dass sich meine Lotta doch da mal melden könnte. Nicht, weil sie tatsächlich einen Mann suchte, sondern weil es eben lustig war. Also schrieb sie eine „Bewerbung“. Es kam natürlich nie eine Antwort, aber wir machten eine Geschichte daraus, eine Geschichte, in der wir unseren Froschprinzen suchten.  Wir kreierten ihn, wir gaben ihm einen Namen, ein Gesicht und einen Charackter und begaben uns auf die Suche.

Geboren war Hans-Peter Schneider.420492_200995416675300_2132694763_n

Als nächstes kreierten wir uns also selbst mal wieder neu, in dem wir diesen Blog schufen. Wir sind auf der Suche nach unserem Inneren und uns selbst.

Merle

Lotta

Ja, ich die Mäusemelkerin, es ist ja auch manchmal alles zum Mäuse melken.

Meine Lotta, die Sternschnuppenzählerin, versucht sie doch die Wünsche der anderen zu erfüllen, und vergisst sich dabei oft selbst.

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